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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Fernmeldeturm Waldenbuch
Adresse:
Waldweg von Stuttgarter Straße (L 1208)
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
02.10.2015
 
© 2015 Norbert Gilson
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erbaut: 1976
Konstrukteur / Architekten: Walther Pieckert / Erwin Heinle, Arwed Hoyer, Werner Teutschbein
Bauherr: Deutsche Bundespost
    
Der Fernmeldeturm Waldenbuch wurde 1976 auf dem zwischen Waldenbuch und Dettenhausen gelegenen Betzenberg errichtet. Bei dem 127,55 m hohen Turm handelt es sich um einen Typenturm vom Typ »FMT 2/73«. Die Entwürfe für die Mitte der 1960er Jahre neu konzipierten Typentürme »FMT 1« und »FMT 2« (siehe bei -> »mehr«) wurden in der Zeit zwischen November 1972 und Juni 1973 überarbeitet. Dabei konnte man auf konstruktive Neuerungen (radial angeordnete Stahlfachwerkkonstruktionen) bei der Gestaltung und Verankerung der Turmköpfe am Schaft zurückgreifen, die erstmals bei den kurz zuvor errichteten Fernmeldetürmen Mannheim (siehe bei -> »weiter«) und Koblenz (siehe bei -> »weiter«) angewendet worden waren. Durch diese Neuerungen konnten die überarbeiteten Versionen der Typentürme »FMT 1« und »FMT 2« bei ansonsten gleichem Raumprogramm und gleicher Funktionstüchtigkeit um rund 20% günstiger ausgeführt werden als die älteren Bauarten.
    
Der Fernmeldeturm ist auf einem Stahlbetonkreisplattenfundament von 19,85 m Durchmesser in 4 m Tiefe flach gegründet. Der Stahlbetonschaft ist konisch geformt und seine Wandstärke nimmt von 60 cm am Fuß bis auf 30 cm am oberen Ende ab. Er wurde in Ortbeton mit einer Kletterschalung errichtet. Die Hauptplattform in 75 m Höhe wird von einer an den Schaft angesetzten, nach oben geöffneten, 5,60 m auskragenden Kegelstumpfschale getragen, jedoch reicht die Plattform nur bis zum Rand der Kegelstumpfschale. Darüber hinaus kragen 36 radial angeordnete, 3,60 m lange Stahlbetonbalken aus, die in Ringrichtung durch Stahlträger miteinander verbunden sind, um die Antennen aufzunehmen. Die Stahlbetonkragarme wurden als Fertigbetonteile geliefert. Das Betriebsgeschoss im Turmkopf ist durch eine mit Glas ausgefachte Aluminiumständerkonstruktion gegen Witterungseinflüsse geschützt. Die Decke des 8,60 m hohen Turmkopfes ist ebenfalls als Antennenplattform, analog zur unteren Tragkonstruktion gestaltet. Oberhalb des Turmkopfes sind zwei weitere kleinere Antennenplattformen angeordnet. Auf den Stahlbetonschaft ist ein durch eine Glasfaserhülle geschützter Stahlfachwerkmast aufgesetzt, der ursprünglich als Träger für UKW-Antennen für den Hörrundfunk diente.

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Quelle(n)/Text:
• Jörg Schlaich / Matthias Schüller, Ingenieurbauführer Baden-Württemberg, Berlin 1999
• Arwed Hoyer / Werner Teutschbein, Fernmeldetürme und andere Antennenträger in Stahlbeton-Ausführung; in: Jahrbuch des elektrischen Fernmeldewesens 20(1969), S. 366-407
• Jörg Schlaich / Fritz Leonhardt, Fritz, Zur konstruktiven Entwicklung der Fernmeldetürme in der Bundesrepublik Deutschland; in: Jahrbuch des elektrischen Fernmeldewesens 25(1974), S. 65-105
    
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