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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Fernmeldeturm Ermingen
Adresse:
Arnegger Straße (Abzweig)
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
11.09.2017
 
© 2017 Norbert Gilson
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erbaut: 1962-64
Bauherr: Deutsche Bundespost
    
Der Fernmeldeturm Ermingen gehört zu einer Serie von Fernmeldetürmen, die für das Fernsehrundfunk-Sendernetz des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) und der Dritten Programme vom Fernmeldetechnischen Zentralamt (FTZ) zu Beginn der 1960er Jahre entwickelt und gebaut wurden. Diese Türme vom Grundtyp »FTZ Typ D«, von dem nur fünf Exemplare gebaut wurden, sind dadurch ausgezeichnet, dass sie über keine hochliegenden Betriebsräume verfügen, sondern nur als Träger für Fernsehrundstrahlantennen oder Richtfunkantennen fungieren.
    
    Der westlich von Ulm, im Ortsteil Ermingen gelegene Fernmeldeturm wurde in den Jahren 1966/64 nach einem Entwurf der Münchener Baufirma A. Kunz & Co. errichtet, die dem Bayerischen Rundfunk bereits 1957 ein ähnliches, als freistehende „Betonnadel″ konzipiertes Turmbauwerk vorgeschlagen und dieses anschließend auf dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge ausgeführt hatte. Der Erminger Turm ist auf einem Kreisringfundament von 13,30 m Durchmesser gegründet, das auf 32, bis in eine Tiefe von bis zu 22 m reichenden Bohrpfählen ruht. Auf dem Ringfundament ist der parabelförmig sich verjüngende Stahlbetonschaft von 110 m Höhe aufgesetzt. Der Schaftdurchmesser nimmt von 11,50 m am unteren Ende bis auf 2,90 m am oberen ab. Der Schaft wurde in Ortbeton mit einer Kletterschalung errichtet.
    
    Der Stahlbetonschaft trug bauzeitlich einen 52 m hohen Stahlrohr-Antennenmast, durch den der Turm eine Gesamthöhe von 162 m hatte. Mit der Umrüstung der Ausstrahlung der Fernsehprogramme auf das »DVB-T-Signal« besteht der Antennenmast heute aus einem 29,90 m langen Stahlrohr mit einem aufgesetzten, 15,30 m hohen Zylinder aus glasfaserverstärktem Kunststoff, in dem sich die Antennen für das digitale Fernsehen befinden. In 43 m, 58 m, 70 m und 81,20 m Höhe sind vier kreisrunde Richtfunkplattformen mit einem maximalen Durchmesser von 12,90 m angebracht. Der Fernmeldeturm versorgt ein Einzugsgebiet mit rund 310.000 Einwohnern in den Landkreisen Neu-Ulm, Alb-Donau, Günzburg, Heidenheim und Biberach mit Fernseh- und Rundfunkprogrammen, Mobilfunksignalen und Richtfunkverbindungen, über die gleichzeitig etwa 30.000 Gesprächsverbindungen zu den Gegenstellen übertragen werden können.

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Quelle(n)/Text:
• Jörg Schlaich / Matthias Schüller, Ingenieurbauführer Baden-Württemberg, Berlin 1999
• Erwin Heinle / Fritz Leonhardt, Türme aller Zeiten - aller Kulturen, Stuttgart 1988
• Arwed Hoyer / Werner Teutschbein, Fernmeldetürme und andere Antennenträger in Stahlbeton-Ausführung; in: Jahrbuch des elektrischen Fernmeldewesens 20(1969), S. 366-407
Informationsstand:
 
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Link:
Informationen über den Fernmeldeturm auf der Website von Ulm
 
Link:
Informationen über den Fernmeldeturm bei wikipedia
 
 
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