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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Umspannwerk Frankfurt-Ost
Adresse:
Kruppstraße 109 - 111
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
12.04.2008
 
© 2008 Norbert Gilson
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erbaut: 1924-25
Bauherr: Preußische Kraftwerke Oberweser AG
    
Als sich nach dem Ender der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg eine Zunahme des Elektrizitätsverbrauchs abzeichnete, musste die Stadt Frankfurt unter mehreren Entwicklungsmöglichkeiten ihres Elektrizitätsversorgungssystems entscheiden. Zur Debatte standen eine Erweiterung des alten Kraftwerks zwischen Speicherstraße und Gutleutstraße, der Bau eines neuen Kraftwerks im Osten der Stadt, der Übergang zum Fremdstrombezug oder eine Kombination aus diesen Möglichkeiten. Da die Stadt die Eigenerzeugung nicht aufgeben wollte, fiel die Entscheidung zugunsten der Erweiterung des alten Kraftwerks zum Kraftwerk West (siehe bei -> »weiter«) bei gleichzeitigem Anschluss an das Verbundnetz.
    
    Dabei war die Verbindung mit dem Verbundnetz für die Stadt mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Die Stadtverordneten hatten sich bei der Einführung der Stromversorgung in Frankfurt 1894 für Einphasen-Wechselstrom mit einer Frequenz von 43,5 Hz entschieden, obwohl damals die Durchsetzung des Drehstromsystems mit 50 Hz bereits absehbar war. Dies bedeutete nun, die alten Erzeugungsmaschinen und das Stromverteilungssystem auf die Frequenz von 50 Hz umzurüsten. Gleichzeitig ging man daran, die Spannung des Verteilungsnetzes von 3 kV auf einheitlich 5 kV zu erhöhen.
    
    Zur Aufnahme des Fremdstrombezugs wurde 1924 mit der Preußischen Kraftwerke Oberweser AG, einem der Vorläufer der 1927 gegründeten Preußischen Elektrizitäts-AG (siehe bei -> »weiter«), ein Stromlieferungsvertrag abgeschlossen, der eine Bezugsleistung von 6.000 kW garantierte. Der Strom wurde von den neu erbauten Braunkohlekraftwerk im nordhessischen Borken (siehe bei -> »weiter«) über eine 110-kV-Leitung geliefert. Zur Übernahme des Stroms wurde in der Frankfurter Kruppstraße ein großes 110-kV-Umspannwerk, ein Stahlbeton-Skelettbau mit Klinkerverkleidung, errichtet. Hier wurde die Energie in das 30-kV-Kabelnetz eingespeist, das gleichzeitig angelegt und dem bestehenden 5-kV-Verteilungsetz überlagert wurde.
    
Die Übergabekapazitäten im Umspannwerk Ost wurden nach und nach ausgebaut, nachdem weitere Verbindungen mit dem Braunkohlen-Schwelkraftwerk in Wölfersheim (siehe bei -> »heute«) und mit dem Umspannwerk Aschaffenburg hergestellt worden waren. Infolge des seit Mitte der 1950er Jahre weiter steigenden Stromverbrauchs musste die Stromverteilung im Frankfurter Stadtgebiet weiter verstärkt werden. Die Hauptverteilungsspannung wurde schrittweise auf 110 kV erhöht. Als erste innerstädtische 110-kV-Verbindung wurde im Oktober 1962 eine Leitung zwischen den Umspannwerken Ost in der Kruppstraße und am Kraftwerk West in der Gutleutstraße in Betrieb genommen. Das Umspannwerk Ost war 1953 und 1955 weiter ausgebaut worden, so dass die Übergabeleistung auf 91.500 kVA gestiegen war. 1964 kam eine nochmalige Erweiterung um 35.000 kVA hinzu.

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Quelle(n)/Text:
• Hans Brede [Bearb.], Stadtwerke Frankfurt a.M. 1945 - 1963, o.O. [1963]
• Heike Risse, Frühe Moderne in Frankfurt am Main 1920 - 1933, Frankfurt am Main 1984
Informationsstand:
 
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weiter:
 
 
heute:
 
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