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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Kaiserliche Marine (Artillerie-Depot)
Adresse:
Planckstraße 4
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
02.06.2013 / 05.06.2013
 
© 2013 Norbert Gilson
-:
    
erbaut: 1905
Architekt: Garnisonsbauwart des Artillerie-Depots
    
1905 wurde auf einem rund 100 ha großen Gelände im Westen von Wilhelmshaven zwischen der heutigen Planckstraße und Bunsenstraße eine Anlage zur Munitionsfertigung und -lagerung errichtet. Das von der Kaiserlichen Marine getragene Bauprogramm war Bestandteil der Erweiterungen der Kaiserlichen Werft (siehe bei -> »weiter«), die mit dem Bau von Großkampfschiffen einsetzten. Im Osten der weitläufigen Anlage befanden sich neben Haupttor und Verwaltung auch die erhalten gebliebenen Bauten der Hülsenwerkstatt (Fotos). In Richtung Westen erstreckte sich der Fertigungsbereich mit Werkstatt- und Lagergebäuden. Alle Bauten waren durch ein dichtes Gleisnetz erschlossen.
    
    Nach dem Ersten Weltkrieg bezog die Gesellschaft zur Verwertung von Heeresgut das Gelände, um hier Munition zu entschärfen. Bei zwei schweren Explosionsunglücken kamen dabei 1919 und 1920 insgesamt 40 Arbeiter ums Leben. Mitte der 1930er Jahre wurde die Anlage erneut von der Kriegsmarine übernommen, die zahlreiche Neubauten errichten ließ. Die hier beschäftigten Arbeitskräfte, vor allem Frauen und seit 1940 auch viele Zwangsarbeiter, hatten die Aufgabe, Munition für Schiffsgeschütze herzustellen. Kurz vor Kriegsende arbeiteten noch rund 1.000 Menschen in den Werkstätten und auf dem Gelände.
    
    Nach Kriegsende wurde das Depot aufgelöst. In den intakten Gebäuden richteten sich verschiedene Unternehmen ein. Unter ihnen war auch die 1946 gegründete Nordwestdeutsche Fahrzeugbau GmbH (siehe -> »Link« unten), die bekannt wurde vor allem durch die Produktion des »Fuldamobils« und eines Zweiwege-Omnibusses für Straßen- und Schienenverkehr, den so genannten »Schi-Stra-Bus«. Von 1957 bis 1991 nutzte auch die Bundeswehr einen Teil der Gebäude als Materialdepot.
    
    Seit den 1990er Jahren ist die ehemalige Hülsenwerkstatt in Privatbesitz. In den restaurierten Gebäuden sind heute verschiedene gewerbliche Unternehmen ansässig.

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Quelle(n)/Text:
• Judith Steinhardt (Text), Torpedos, Schiffe, Perlons - Wie aus des Kaisers Marinehafen zivile Industrie wurde, Wilhelmshaven o.J.
 
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Informationsstand:
 
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weiter:
Link:
ausführliche Informationen über die Nordwestdeutsche Fahrzeugbau GmbH auf wikipedia.de
 
 
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