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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
S-Bahnhof Jungfernheide
Adresse:
Tegeler Weg / Max-Dohrn-Straße / Olbersstraße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
29.03.2014
 
© 2014 Norbert Gilson
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erbaut: 1894 / 1908, 1929 (Erweiterungen) / 1995-97 (Abriss und Neubau)
    
An der Kreuzung der Berliner Ringbahn (zwischen 1871 und 1877 in Betrieb genommen) mit der Spree wurde 1894 der neue Bahnhof »Jungfernhaide« mit einem Mittelbahnsteig in Betrieb genommen. Als der Bahnhof auch Haltepunkt für die Vorortzüge vom Lehrter Bahnhof nach Nauen und Wustermark wurde, kam ein neuer Bahnsteig - ebenfalls Mittelbahnsteig, parallel zum bestehenden - hinzu. Er wurde 1908 eröffnet.
    
    In den Jahren 1928/29 wurde eine neue Stichbahnstrecke zwischen Gartenfeld und Charlottenburg errichtet. Sie diente dazu, das inzwischen zu einem eigenen Stadtteil - Siemensstadt - angewachsene Fabriken- und Wohnviertel des Siemens-Konzerns an die Ringbahn anzuschließen. Als Kupplungsstelle zwischen der »Siemensbahn« (siehe bei -> »weiter«) und der Ringbahn wurde der S-Bahnhof Jungfernheide erneut ausgebaut. Der neue Bahnsteig entstand wiederum als Mittelbahnsteig ungefähr 200 m östlich der beiden vorhandenen Bahnsteige, zur heutigen Max-Dohrn-Straße hin gelegen.
    
    Bis zur Schließung des Bahnhofs im April 1945 herrschte hier pulsierender Verkehr, insbesondere während der Zeiten des Arbeitsbeginns und Arbeitsschlusses. Im September 1945 fuhren bereits wieder S-Bahn-Züge auf der Ringbahnstrecke und nach Gartenfeld, seit 1951 auch auf der Vorortbahnstrecke. Mit dem Mauerbau im August 1961 begann der Niedergang der unter Verwaltung der DDR-Reichsbahn stehenden S-Bahn in West-Berlin. Mit dem Bau der U-Bahnlinie U7 in Richtung Spandau erhielt Siemensstadt Anschluss an das U-Bahnnetz. Im Rahmen des U-Bahnbaus wurde der Haltepunkt der Siemensbahn im Bahnhof Jungfernheide - der Bahnsteig C - 1975 stillgelegt und abgerissen. 1980 wurde der S-Bahnverkehr auf der Ringbahn und auf der Siemensbahn von der Reichsbahn ganz eingestellt.
    
    Nach einer provisorischen Zwischennutzung für Regionalbahn-Züge nach Nauen in den Jahren 1992 bis 1994 wurde die Anlage vollständig stillgelegt, anschließend bis auf die Grundmauern abgerissen und völlig neu aufgebaut. Im April 1997 wurde der Bahnhof neu eröffnet, zunächst für die S-Bahn. Später kam auch wieder ein Bahnsteig für den Regionalbahn-Verkehr hinzu.
    
    Ein Relikt erinnert allerdings auch heute noch an den ehemaligen Anschluss der Siemensbahn: bei der Überführung der S-Bahnstrecke über die Spree wurden Gleiskörper und Brückenkonstruktion der ehemaligen Siemensbahn zwar beseitigt, die Brückenpfeiler sind jedoch noch vorhanden.

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Quelle(n)/Text:
• Jürgen Meyer-Kronthaler / Wolfgang Kramer, Berlins S-Bahnhöfe. Ein dreiviertel Jahrhundert, Berlin 1998
• Wolfgang Schäche / Wolfgang Ribbe, Die Siemensstadt. Geschichte und Architektur eines Industriestandortes, Berlin 1985
    
 
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Informationsstand:
 
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weiter:
Link:
Foto und Lageplan des S-Bahnhofs 1930
 
 
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