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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Umformerwerk Gleisdreieck
Adresse:
Luckenwalder Straße 6
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
16.08.2013
 
© 2013 Norbert Gilson
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erbaut: 1925-26
Architekt: Sepp Kaiser
    
Das Umformerwerk Gleisdreieck entstand in den Jahren 1925/26 in unmittelbarer Nachbarschaft des 1902 in Betrieb genommenen Kraftwerks Trebbiner Straße. Dieses Gleichstromkraftwerk war von der Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin (»Hochbahngesellschaft«) eigens zur Stromversorgung der neuen, elektrifizierten Berliner Bahnstrecken errichtet worden. Bereits knapp 10 Jahre nach Einweihung des Kraftwerks war die direkte Speisung der Bahnanlagen mit Gleichstrom aus dem Kraftwerk wegen der zunehmenden Ausdehnung des Streckennetzes an ihre technischen Grenzen gestoßen. Einen Teil der Versorgung übernahm seitdem das neue Drehstrom-Kraftwerk Unterspree (siehe bei -> »weiter«) in Ruhleben.
    
    Nachdem die Hochbahngesellschaft zu Beginn der 1920er Jahre die Entscheidung gefällt hatte, das Kraftwerk an der Trebbiner Straße aufzugeben, sollte das neue Umformerwerk künftig die Aufgabe der Gleichstromspeisung übernehmen. Das Umformerwerk wurde ausgerüstet mit vier Kaskadenumformern (mit elektrischer Kopplung von Anker der Gleichstrommaschine und Rotor des Drehstrommotors) von jeweils 3.000 kW sowie zwei Motorgeneratoren (mit mechanischer Kopplung von Drehstrom- und Gleichstrommaschine) von je 1.000 kW Leistung. Letztere wurden aus dem stillgelegten Kraftwerk Trebbiner Straße übernommen. Die Umformer erhielten den Drehstrom (von 10 kV Spannung) vom Kraftwerk Unterspree über Hochspannungskabel, die auf der Bahntrasse verlegt waren. Der Bahnbetriebsstrom (Gleichstrom von 780 V) wurde dann über Bahnspeisekabel den einzelnen Streckenabschnitten zugeführt.
    
    Die Umformer wurden in einer 34 m langen, 10 m breiten und 13 m hohen, zur Hofseite hin gelegenen Maschinenhalle (Foto 3, links sichtbar) untergebracht. Zur Straßenseite hin wurde das fünfstöckige Schalthaus angeordnet, das neben der Hochspannungs- und der 780 V-Schaltanlage eine Schaltwarte, die Kabelkanäle sowie Räume für die Ölschalter und Sammelschienen enthielt. Ein Teil der übrigen Nebenanlagen, wie Transformatoren- und Akkumulatorenraum, ragte in die Bögen des Hochbahnviaduktes hinein.
    
    Die Anlage ist heute als Gleichrichterwerk weiterhin in Betrieb.

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Quelle(n)/Text:
• Emil Pavel, Die Entwicklung der Stromerzeugungsanlagen der Hoch- und Untergrundbahn in Berlin, Berlin 1927
• Thorsten Dame, Elektropolis Berlin. Architektur- und Denkmalführer, Berlin 2014
Informationsstand:
 
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