Impressionen aus der Datenbank
User Online: 1 | Timeout: 18:54Uhr ⟳ | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Home | Info | Startseite | Logout | AAA  Mobil →
Datensätze des Ergebnisses
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen
Anfang der Liste Ende der Liste
1. Historische Bauten / Objekte
zu Favoriten hinzufügen Anmerkung Db TechTour Merken
Bauwerk / Objekt:
Kaiserliche Werft (U-Boot- und Torpedowerft)
Adresse:
Helmholtzstraße
 
Lage:
 
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Kleinbild
Foto(s) vom:
25.05.2011 / 02.06.2013
 
© 2011/13 Norbert Gilson
-:
   
erbaut: 1907-13
Architekt: Julius Rollmann
    
Bereits Mitte der 1880er Jahre war als Erweiterung der Anlagen der Kaiserlichen Werft (siehe bei -> »weiter«) auf der Südseite des Verbindungshafens, am heutigen Standort des Deutschen Marinemuseums, eine besondere Werft zur Instandhaltung der neuartigen Torpedoboote errichtet worden. Die mit einem kleineren Schiffbau- und Maschinenbaubetrieb ausgerüstete Anlage erhielt später den Namen »Alte Torpedowerft«. Die Werft war gleichzeitig Lager und Instandsetzungswerkstatt für alle Torpedos, die den Schiffen auf der Werft zugeteilt waren. Die technische Weiterentwicklung der Torpedowaffe stellte zunehmend höhere Anforderungen an die Werft, so dass die Anlagen ausgebaut und die Zahl der Liegeplätze vermehrt werden mussten. So fiel um 1905 die Entscheidung zum Bau einer neuen großen Torpedowerft.
    
    Die neue Anlage entstand westlich der vorhandenen Werftanlagen auf einer Fläche von insgesamt 7 ha und nahm kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs ihren Betrieb auf. Die neue Werft war gleichzeitig Instandhaltungs- und Instandsetzungswerft der U-Bootwaffe. Daher rührt ihr Name, der vielfach auch in der abgekürzten Form »Uto-Werft« verwendet wurde. Die Architektur der überwiegend in Stahlbetonkonstruktion ausgeführten, mit Flachdächern und großen Glasflächen versehenen Gebäude war betont modern. Modernste Maschineneinrichtungen waren hier im Einsatz, die von den rund 5.300 Arbeitskräften bedient wurden. Insgesamt arbeiteten auf der Werft bis zum Ende des Ersten Weltkriegs fast 6.000 Beschäftigte.
    
    1919 übernahm zunächst die neu gegründete Deutsche Werke AG den Werftbetrieb, jetzt vor allem zur Abwrackung von Torpedobooten und kleineren Kreuzern. Nach dem Rückzug der Deutschen Werke 1924 und vorübergehendem Leerstand bezog 1930 ein Unternehmen für Eisenkonstruktionen das Gelände. Die meisten Hallen auf dem großflächigen Areal wurden nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen. Die Stadtverwaltung unternahm große Anstrengungen, für die verbliebenen Gebäude eine Nachnutzung zu finden und nachhaltig eine »Friedensindustrie« in der Stadt aufzubauen.
    
    1946 siedelte die bisher in Eberswalde ansässige Ardelt-Werke GmbH (seit 1953 als Krupp-Ardelt GmbH und ab 1964 als »Krupp-Kranbau« nach Übernahme durch die Friedrich Krupp AG firmierend) nach Westdeutschland über und gründete auf dem Gelände der ehemaligen Uto-Werft einen ihrer Zweigbetriebe. 1957 bot dieses Unternehmen mehr als 2.000 Beschäftigten hier einen Arbeitsplatz.
    Von einem weiteren Unternehmen zeugen die auf dem früheren Verwaltungsgebäude der Uto-Werft angebrachten Buchstaben »KSW«. Dies war die Abkürzung für die Kammgarnspinnerei Wilhelmshaven AG, die hier 1950 mit gebrauchten amerikanischen Maschinen ihre Produktion aufnahm. Bis 1990 produzierte das Unternehmen Kammgarne an diesem Standort. Noch Mitte der 1980er Jahre gehörte der Betrieb mit 1.200 Beschäftigten zu den größten privaten Arbeitgebern von Wilhelmshaven.
    
    In den 1990er Jahren wurde das Areal in das »Gewerbeforum Banter See« umgewandelt.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Quelle(n)/Text:
• Judith Steinhardt (Text), Torpedos, Schiffe, Perlons - Wie aus des Kaisers Marinehafen zivile Industrie wurde, Wilhelmshaven o.J.
• 75 Jahre Marinewerft Wilhelmshaven. 1856 - 25. Juni - 1931, Wilhelmshaven 1931
• Gerhard Koop / Kurt Galle / Fritz Klein, Von der Kaiserlichen Werft zum Marinearsenal. Wilhelmshaven als Zentrum der Marinetechnik seit 1870, München 1982
Informationsstand:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
weiter:
 
____________________________________________________________________________________________________
    
Schlagworte:
Stichwörter:
Land/Kreis/Ort:
Adresse:


Anfang der Liste Ende der Liste
Permalink zu diesem Treffer
X Permalink öffnen