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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Dr. Paul Meyer AG
Adresse:
Drontheimer Straße 35 - 38
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
23.04.2013
 
© 2013 Norbert Gilson
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erbaut: 1921 / 1928-29 (Erweiterung)
Architekt: Julius Lichtenstein / Ernst Ziesel
    
Das in Berlin-Friedrichshain gegründete und 1899 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Unternehmen (siehe bei -> »mehr«) erwarb 1919 ein Grundstück auf der Drontheimer Straße, auf dem sich bereits ältere Fabrikgebäude einer Gummifabrik befanden. Zur Drontheimer Straße hin ließ das Unternehmen durch Julius Lichtenstein ein neues Verwaltungsgebäude (Foto 1) errichten. Das bereits 1909 nach Plänen von Richard Schirop für die Gummifabrik erbaute, ursprünglich vierstöckige, in der Fassade nur durch verputzte Blenden in den Brüstungsflächen verzierte Fabrikgebäude (Foto 2) wurde für die Zwecke der Dr. Paul Meyer AG hergerichtet.
    
    Anfangs wurden, noch ausschließlich in Friedrichshain, elektrotechnische Messinstrumente und Schaltanlagen hergestellt. Mit der Zeit dehnte sich das Produktionsprogramm auf Schaltanlagen für Hochspannung, Relais, Zählerinstallationsmaterial und elektrotechnische Apparate aller Art aus, später kamen noch Fernwirkanlagen und Rauchgasprüfeinrichtungen hinzu.
    
    1927 übernahm die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) nach einem Aktientauschangebot fast das gesamte Aktienkapital des Unternehmens. Anschließend wurde die Zählerfabrikation zur AEG verlagert, während bei der Dr. Paul Meyer AG die Relaisfertigung ausgebaut wurde. Ein Jahr später entstand nach Plänen von Ernst Ziesel zwischen Verwaltungsbau und Fabrikgebäude ein dreigeschossiges Produktions- und Lagergebäude (Foto 3), dessen weiß angestrichene Sprossenfenster heute noch den Eindruck des Bauwerks bestimmen. Aus dieser Zeit stammt vermutlich auch die Aufstockung des Fabrikgebäudes, das zusätzlich um einen schmucklosen Aufzugturm in Eisenfachwerk ergänzt wurde.
    
    Zusätzlich übernahm die Dr. Paul Meyer AG zunehmend auch Grundstücksverwertungen und die Finanzierung elektrotechnischer Unternehmen. 1941 wurde das Unternehmen umfirmiert in Elektrofinanz AG und vertrat die Interessen der AEG unter anderem bei der Bergmann Elektricitäts-Werke AG (siehe bei -> »weiter«) und bei der Deutschen Werft AG.

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Quelle(n)/Text:
• Der AEG-Konzern 1930. Aufbau, Werke und Arbeitsgebiete des AEG-Konzerns. Holdinggesellschaften und Beteiligungen, Berlin 1930
• Thorsten Dame, Elektropolis Berlin. Architektur- und Denkmalführer, Berlin 2014
• Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalliste Berlin (Stand: 16.04.2013), Nr. 09030365 und Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Denkmaldatenbank, Eintrag 09030365,T
    
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