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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Adler Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer AG
Adresse:
Kleyerstraße 11 - 23
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
13.10.2007 / 26.07.2008
 
© 2008 © 2007 Norbert Gilson
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erbaut: 1896-1905, 1906/07, 1910-1912 (Erweiterungsbauten)
    
Der 1853 in Darmstadt als Sohn eines Maschinenfabrikanten geborene Heinrich Kleyer unternahm nach seinem Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt und einer dreijährigen praktischen Ausbildung in einer Eisenwaren- und Maschinenhandlung 1879 eine längere Reise in die USA. Hier lernte er nicht nur die modernste amerikanische Maschinenbau-Technologie kennen, sondern war auch besonders begeistert von der Begegnung mit dem Fahrrad, das sich damals in Amerika als Fortbewegungsmittel steigender Beliebtheit erfreute. Nach seiner Rückkehr eröffnete Kleyer in Frankfurt eine Maschinenhandlung, die er bald zum Import vorwiegend britischer Fahrräder nutzte. Mit einem regelrechten Werbefeldzug verschaffte Kleyer dem Fahrrad zunehmend Popularität. Kleyer fand in der Frankfurter Maschinenfabrik Spohr & Krämer ein Unternehmen, das nach seinen Konstruktionsplänen und Aufträgen 1881 eine Fahrradproduktion aufnahm. 1886 trennte sich Kleyer von Spohr & Krämer und begann in einem neu erbauten Geschäftshaus in der Gutleutstraße 9 mit der Produktion eigener Fahrräder, die unter den Marken »Herold« und »Adler« vertrieben wurden. In Erwartung einer weiteren Ausdehnung der Produktion erwarb Kleyer 1889 in dem neu ausgewiesenen Fabrikviertel an der damaligen Höchster (heute Kleyerstraße) und Weilburger Straße ein Areal von 18.000 qm. Auf einem Teil des Grundstücks entstand bis 1889 eine neue Fahrradfabrik mit 600 Arbeitsplätzen.
    
    Die Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft mit 2,5 Mio.Mark Grundkapital unter dem Namen Adler Fahrradwerke vorm. Heinrich Kleyer AG war der Auftakt für weitere große wirtschaftliche und technische Erfolge. 1898 wurde die Produktion von Schreibmaschinen aufgenommen, ein Jahr später erfolgte der Einstieg in die Motorwagen-Produktion. In den Jahren 1906/07 sowie in drei Bauabschnitten zwischen 1910 und 1912 entstanden prägnante Neubauten mit Stilelementen, die an spätgotische italienische Backsteinburgen erinnern. Infolge der großen Bedeutung des Kraftwagens für die Kriegsführung im Ersten Weltkrieg war das Unternehmen von Produktionseinschränkungen oder Arbeitskräftemangel nicht betroffen und ging eher gestärkt aus der wirtschaftlichen Krise der Kriegsjahre und der Nachkriegszeit hervor. 1922 verfügte das Unternehmen über Zweigwerke in Breslau, Hemburg, Berlin, Leipzig, München, Hannover, Karlsruhe, Nürnberg, Königsberg und Stuttgart und beschäftigte insgesamt rund 10.000 Arbeiter und Angestellte.
    
    Nachdem das Werk den Zweiten Weltkrieg ohne größere Zerstörungen überstanden hatte, war bereits 1949 der Vorkriegsstand an Beschäftigten wieder erreicht. Das Unternehmen - seit 1966 unter dem Namen Triumph-Adler AG (siehe bei -> »weiter«) - konzentrierte sich nun auf die Fabrikation von Schreibmaschinen. Als sich seit Anfang der 1990er Jahre der PC zunehmend als Schreibgerät verbreitete, wurde die Lage prekär und 1998 kam des »Aus« für das Traditionsunternehmen. Inzwischen ist in den Gebäuden ein Dienstleistungszentrum angesiedelt sowie eine Theaterwerkstatt beheimatet.

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Quelle(n)/Text:
• Lino Másala u.a., Denkmaltopographie. Stadt Frankfurt am Main, Braunschweig / Wiesbaden 1986
• Volker Rödel, Reclams Führer zu den Denkmalen der Industrie und Technik in Deutschland. Bd. 1. Alte Länder, Stuttgart 1992
• Peter Schirmbeck (Hrsg.), Route der Industriekultur. 40 Stationen zwischen Bingen und Aschaffenburg, Frankfurt am Main 2003
• Matthias C. Baumgarten [Red.], 100 Jahre Triumph-Adler, Nürnberg 1996
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