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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Samson Apparatebau GmbH
Adresse:
Weismüllerstraße 3
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
13.10.2007
 
© 2007 Norbert Gilson
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erbaut: 1916 / 1928 / 1938-40
    
Das Unternehmen wurde im April 1907 als VULCAN Technische Apparate-Baugesellschaft mbH von Hermann Sandvoss in Düsseldorf gegründet. Sandvoss hatte nach einer Handwerksausbildung zunächst am Bau von Mühlenanlagen und Lagerhäusern bei einem großen Mühlenbauunternehmen mitgearbeitet, bevor er die Leitung eines Lagerhauses übernahm und dort unter anderem für die Betreuung der gesamten Maschinenanlagen und die Überwachung der Dampf- und Wärmeversorgung zuständig war. Nach einem Arbeitsunfall musste er diese Position aufgeben und beschäftigte sich fortan mit Fragen der selbsttätigen Regeleinrichtungen. Seinen Erfahrungen im Lagerhausbetrieb nach schien ihm für solche Einrichtungen ein größerer Bedarf vorhanden zu sein.
    
    Mit der 1909 patentierten Idee, Metallschläuche aus Kupfer oder Tombak (einer hoch kupferhaltigen Messinglegierung) als Arbeitselemente von Temperaturreglern zu verwenden, gelang Hermann Sandvoss die bahnbrechende Erfindung eines Reglers ohne Hilfsenergie. Die Firma wurde nun in SAMSON Apparatebau GmbH umbenannt. Nachdem die Produktionsstätte in Düsseldorf zu klein geworden war, erfolgte 1913 die Verlegung der Produktion zu einem Vertragspartner nach Mannheim, während die SAMSON Apparatebau GmbH nun die Funktion einer Verkaufsgesellschaft übernahm. Als von der Stadt Frankfurt ein günstiges Angebot kam, im Erweiterungsgebiet des Osthafens neue Betriebe anzusiedeln, wurde der Firmensitz 1916 nach dorthin verlegt. Zunächst wurden ein Verwaltungsgebäude (siehe Fotos) und ein vierteiliger Shedbau mit insgesamt 1.680 qm Büro- und Arbeitsfläche errichtet.
    
    Nach Ende des Ersten Weltkrieges konnte die Produktion wieder in vollem Umfang anlaufen und ausgeweitet werden. Zu den traditionell gefertigten Geräten kamen jetzt Mischapparate mit Gewindeanschluss, Kesselspeiseapparate und Kondenstöpfe mit Thermostat, Feuerungsregler für Niederdruckdampf, Metallfederrohre und Absperrventile hinzu. 1922 erfolgte die Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft. Zur Bewältigung des Produktionszuwachses entstand 1928 ein vierstöckiger Fabrikneubau. 1936 zählte die Belegschaft rund 250 Mitarbeiter. Wie bei fast allen Technologieunternehmen begann nach 1936 auch bei Samson die Umstellung der Produktion auf die Anforderungen der Wehrmacht. Die steigende Nachfrage schlug sich im Neubau einer Buntmetallgießerei mit Galvanik und eines weiteren, fünfstöckigen Fabrikgebäudes in den Jahren von 1938 bis 1940 nieder.
    
    Nachdem das Werk im März 1945 stillgelegt worden war, gelang es bereits Ende Mai 1945, von den Besatzungsbehörden die Genehmigung zur Wiederaufnahme der Arbeit zu erhalten. Die Wiederaufbauzeit wurde dazu genutzt, eine Typenbereinigung durchzuführen und die Fertigung auf eine neue Grundlage zu stellen. Infolge des außergewöhnlich umfangreichen Fertigungsprogramms mit vielen Typen und Größen in oft nur kleinen Stückzahlen für die verschiedensten, oft sehr speziellen Verwendungszwecke und Einsatzgebiete hatte bisher die handwerkliche Fertigung überwogen. Nun wurden die Voraussetzungen für eine industrielle Fertigung geschaffen, deren Realisierung nach der Währungsreform in der zweiten Jahreshälfte 1948 angegangen wurde. Größere Investitionen ermöglichten die Ausstattung der Werkstätten mit modernen Maschinen und Werkzeugen. Neue Werkhallen entstanden 1949 und zu Beginn der 1950er Jahre.
    
    Eine weitere Neuerung war der Aufbau einer Entwicklungsabteilung mit Laboratorium und Versuchswerkstatt. Hier wurden auch die Veränderungen in der Regelungstechnik aufmerksam beobachtet, die aus der Einrichtung ausgedehnter automatisierter Produktionsanlagen resultierten und die eine immer stärkere Dezentralisierung der verschiedenen Funktionen und Geräte - Messen, Messwertübertragung, eigentlicher Regler, Stellglieder - erforderten. 1952 konnte die Firma auf diese Weise den ersten pneumatischen Stellregler in Deutschland auf den Markt bringen, der in ein komplettes Programm eingebunden war. Damit war der Einstieg in das umfangreiche Anwendungsgebiet der Prozessautomatisierung gefunden. Elektronische Regler und Zusatzgeräte wurden für die vollautomatische programmgesteuerte Regelung von Warmwasserheizungsanlagen angeboten.
    
    Heute ist die Samson AG einer der weltweit führenden Hersteller von kommunikationsfähigen Stellventilen zur Einbindung in alle gängigen Prozessleitsysteme von Chemieanlagen, Kraftwerken, Fernwärmenetzen, Gebäudeautomationen oder Anlagen der Lebensmittelproduktion.

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Quelle(n)/Text:
• Herbert Steller (Gestaltung), 50 Jahre Samson Regler. Herausgegeben zum 50jährigen Jubiläum der Samson Apparatebau AG, Frankfurt am Main 1958
• Samson Apparatebau Aktiengesellschaft (Hrsg.), 60 Jahre Samson. Regler und Meßgeräte, Frankfurt am Main 1968
Informationsstand:
 
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Link:
Selbstdarstellung der Samson AG
 
 
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