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1. Historische Bauten / Objekte
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Bauwerk / Objekt:
Sendeanlage Mainflingen
Adresse:
Mainflinger Straße
 
Lage:
 
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Foto(s) vom:
30.06.2013
 
© 2013 Norbert Gilson
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erbaut: 1949, mehrere Umbauten
    
Der Sendestandort in Mainflingen soll ursprünglich 1949 vom Südwestfunk mit einer fahrbaren Mittelwellen-Sendeanlage in Betrieb genommen und mit dieser solange betrieben worden sein, bis die Großsendemasten errichtet waren. Von 1962 bis 1994 wurde der Mittelwellensender vom Deutschlandfunk genutzt und ausgebaut. Dieser Sender bestand aus einem 144 m hohen Stahlfachwerkmast mit Reusenantenne. Nachdem der Deutschlandfunk die Ausstrahlung seines Programms über diesen Sender Anfang 1995 aufgegeben hatte, wurde die Anlage bis Ende 2011 vom Evangeliums-Rundfunk genutzt. Nach Informationen der Offenbach-Post vom 13. März 2015 wurde die Mittelwellenanlage endgültig stillgelegt und abgerissen.
    
Wesentlich bedeutender als der Mittelwellensender war - und ist es heute weiterhin - die Langwellen-Sendeanlage. Sie besteht aus zwölf abgespannten, gegen Erde isolierten Stahlfachwerkmasten mit Höhen zwischen 100 und 200 m, an denen T- und Dreieckflächenantennen aufgehängt sind. Über die Anlage senden mehrere Langwellensender, deren Kennung (Rufzeichen) zur internationalen Identifikation mit »DCF« beginnt. Das Rufzeichen wird dreimal pro Stunde als Morsezeichen gesendet. Der bekannteste Sender ist der Zeitzeichensender »DCF77«, dessen Bezeichnung von der Sendefrequenz 77,5 kHz abgeleitet ist. Das Zeitsignal wird von einer Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) am Standort Mainflingen erzeugt. Zum Sender »DCF77« gehören zwei 200 m hohe und ein 150 m hoher Sendemasten, die als vertikale Rundstrahlungsantennen arbeiten. Der Sender hat eine Leistung von 50 kW.
    
Die Ausstrahlung des gesetzlichen Zeitzeichens begann am 1. Januar 1959, zunächst nur vormittags, seit 1970 im 24-Stunden-Dauerbetrieb. Der Langwellenfunk ist deswegen besonders geeignet, weil seine Reichweite mehr als 2.000 km beträgt und somit ganz Mitteleuropa abgedeckt wird. Zudem können Langwellensignale von relativ einfachen Antennen und auch innerhalb von Gebäuden gut empfangen werden. Der Standort Mainflingen ist deswegen ideal, weil der in der Mainebene erhöhte Grundwasserspiegel die Bodenleitfähigkeit heraufsetzt und damit günstige Bedingungen für die Ausbreitung von Langwellensignale schafft.

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Quelle(n)/Text:
• KulturRegion Frankfurt RheinMain (Hrsg.), Route der Industriekultur Rhein-Main. Hessischer Oberer Main. Maintal, Mühlheim am Main, Hainburg, Großkrotzenburg, Seligenstadt und Mainhausen, Frankfurt am Main 2007
• www.mainhausen.de/zeitsender
Informationsstand:
 
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Link:
Informationen der Gemeinde Mainhausen über den Zeitsender »DCF77«
 
 
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